![]() Erstmals dröhnten die Motoren am 3. Juni 1923 zwischen Eichgraben und Lückendorf im sportlichen Wettkampf zu einer sogenannten Brennstoffverbrauchsprüfung auf.
Am 31. August 1924 stieg das Bergrennen Eichgraben-Lückendorf. Gestartet wurde am "Waldfrieden" in Eichgraben und das Ziel war am "Forsthaus" in Lückendorf. Es kamen sowohl Motorräder in den damals üblichen Solo- und Beiwagenklassen von 175 bis 1000 ccm als auch Sport- und Rennwagen zum Einsatz. Das zweite Lückendorfer Bergrennen am 6.Juni 1926 zog bereits 10.000 Zuschauer an, zwei Jahre später waren es bereits 30.000 und 1929 sogar 40.000 Zuschauer. Mit der Einweihung einer neuen Erdtribüne an der Haarnadelkurve sollte das 5. Lückendorfer Bergrennen am 26. Mai 1929 ein besonderer Höhepunkt werden, stattdessen endete das Rennen mit einem besonders tragischen Ausgang. Infolge eines technischen Defektes an seinem Grad-Prix-Bugatti fuhr Ernst Mahla mit zirka 160 km/h in die Zuschauermenge, wobei zwei Menschen starben und mehrere schwer verletzt wurden. Das vorerst letzte Bergrennen fand am 12. August 1934 statt. 1935 und 1936 wurde stattdessen ein "Zittauer Stadtring-Rennen" mit Start und Ziel am Waentighaus, dem heutigen Polizeirevier, ausgetragen. Erst 1961 sollte es dank engagierter Motorsportler eine Fortsetzung geben. Nun verliehen Fahrer wie Heinz sowie Ullrich Melkus, Günter Bartusch und Heinz Rosner der Veranstaltung ihren Glanz. Das letzte Rennen dieser Staffel fand 1970 statt. Nach der Wiederauferstehung des Rennens im Jahre 2000 nach 30 Jahren Pause, sind die Teilnehmerzahlen der Fahrer sprunghaft von 60 im Jahre 2000 auf 90 im Jahre 2001 und schließlich auf 150 Teilnehmer im Jahr 2002 gestiegen. 80 Jahre Lückendorfer Bergrennen 2003 verfolgten cirka 6.000 Zuschauer am 9. und 10. August das Renngeschehen. Das Fahrerfeld war mit 185 Aktiven aus fünf Nationen in zehn Rennklassen recht bunt und hielt für jeden Zuschauergeschmack etwas parat. Bei den Motorrädern reichte beispielsweise die Hubraumspanne von 50 Kubikzentimeter bis zum Einliter-Motor. Technik aus acht Jahrzehnten auf zwei, drei und vier Rädern war zu bewundern. Am Samstagabend wurde vollen Festzelt des Fahrerlagers dem Jubiläum entsprechend eine Festveranstaltung geboten. Eine sehr interessante Ausstellung präsentierte mit Zeitdokumenten aller Rennen die Geschichte der Strecke. 5. Demonstrations- und Gleichmäßigkeitslauf am Lückendorfer Berg Zum 5. Lückendorfer Bergrennen der „Neuzeit“ am 7. und 8. August 2004 gab es einen neuen Teilnehmer- und Besucherrekord, es kamen 240 Teilnehmer und fast 8000 Zuschauer. Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland, Tschechien, der Schweiz und Großbritannien angereist. Neuer Zuschauer- und Starterrekord 2005
Bei der 6. Auflage der Neuzeit sahen über 10.000 Zuschauer entlang der Strecke 245 Starter an sich vorbei rasen. Die beiden besten Teilnehmer aus allen Rennklassen überzeugten mit einer Zeitdifferenz zwischen beiden Läufen von nur 0,17 Sekunden - Jörg Schneider aus Arnsdorf auf FN bei den Motorrädern in der Klasse 1 und Gerhard Hopfhauer aus Mittweida auf Alfa Romeo bei den Automobilen. Unter den Aktiven waren auch Rennsportlegenden wie Peter Melkus, Helga Steudel, Dietmar Graupner, Wolfgang Klix oder Gernot Weser. Leider gab es auch eine traurige Nachricht: Ein Motorradfahrer erlag am Samstag während der Bergfahrt einem Herzinfarkt. |